Intracytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI)

Was ist eine ICSI?

Die Intracytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI) ist eine sehr effektive Technik eines Mikro-Verfahrens, das darin besteht, mit einer sehr feinen Nadel das Spermium in das Innerste der Eizelle zu bringen.

Wann wird diese Methode angewendet?

Die ICSI Methode wird dann verwendet, wenn der Partner eine sehr niedrige Anzahl an Spermien aufweist, auch wenn nur ein Spermium pro Eizelle benötigt wird. Diese Methode wird dann angewandt, wenn Spermien aus den Nebenhoden oder den Testikeln entnommen werden sollen, vorherige IVF-Behandlungen gescheitert sind oder eine genetische Präimplantationsdiagnostik durchführt werden soll.

Diese Technik war ein spektakulärer Durchbruch in der Bewältigung verschiedenster  Fruchtbarkeitsprobleme des Mannes, da sie erlaubt, Spendersamen verminderter Qualität, bis hin zu Samen aus den Nebenhoden und den Testikeln zu verwenden.

Unterschied IVF - ICSI

Die komplette ICSI-Behandlung davor und danach ist mi Prinzip genauso wie das IVF-Verfahren, mit dem einzigen Unterschied, dass die Eizellen vorher von den Granulosazellen die sie umgeben gereinigt werden, um so den Prozess der Mikroinjektion zu erleichtern.

Ovarstimulierung

Die Ovarstimulierung wird dazu durchgeführt, um die Erfolgsmöglichkeiten der Behandlung zu erhöhen. Das heißt, während der Stimulierung werden mehr als nur eine Eizelle gewonnen, da eine Frau pro natürlichen Zyklus nur eine maximal zwei in ihrem Eierstock produzieren würde. Für die Stimulierung verwendet man Hormone, deren Wirkung auf den Körper der Frau durch Ultraschall und Blutanalysen kontrolliert werden. Die vollständige Behandlung beansprucht wenig Zeit und dauert zwischen 8 und 12 Tagen.

Follikelpunktion

Die Eizellenentnahme ist ein kleiner Eingriff unter Betäubung, der mit Hilfe einer Vaginalsonografie realisiert wird und zwischen 15 und 20 Minuten dauert.

Samenaufbereitung

Die Eizellenentnahme ist ein kleiner Eingriff unter Betäubung, der mit Hilfe einer Vaginalsonografie realisiert wird und zwischen 15 und 20 Minuten dauert.

Befruchtung

Ungefähr 4-6 Stunden nach der Eizellenpunktion werden die weiblichen Keimzellen mit den Spermien in einer speziellen Kultur zusammengeführt.

Überwachung der Eizellendbefruchtung

Circa 16-19 Stunden nach der Insemination wird geprüft wieviele Eizellen befruchtet wurden. Danach werden die befruchteten Eizellen von den unbefruchteten getrennt und in einer speziellen Kultur aufbewahrt, damit sie sich unter besten Bedingungen weiterentwickeln. Gewöhnlich bleiben sie zwischen 2 und 5 Tagen im Inkubator, bis die Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden.

Embryonentransfer

Die Emryonen werden durch die Vagina und den Gebärmutterhals bis in den Uterus transferiert. Dieser Vorgang ist schmerzfrei und wird ohne Betäubung mit einer flexiblen und sehr feinen Kanüle durchgeführt. Der Tag des Transfers ist individuell von der Behandlung abhängig. Dabei ist es wichtig die Charakteristiken der Embryonen und die der Patientin zu berücksichtigen. Unsere Embryologen empfehlen als geeignesten Tag den 2. und 6. Tag nach der Eizellenbefruchtung. Die Anzahl der transferierten Embryonen hängt von vielen Faktoren ab, einige davon sind: der Wunsch des Paares, die Dauer der Sterilität, ähnliche Ursachen, mütterliches Alter, usw. Die spanische Gesetzgebung lässt einen Transfer von maximal 3 Embryonen pro Zyklus zu.

Wussen sie, dass... ?

die Realisierung dieser Technik gesetzlich die schriftliche Einwilligung beider Partner erfordert. Sowie eine negative Serologie, um so die Gesundheit des Kindes zu sichern.