Infertilität bei Frauen – Die Ursachen | Tahe Fertilidad Blog

Die Ursachen der Infertilität können mit der entsprechenden Fruchtbarkeitsbehandlung behoben werden

Infertilität bei Frauen – Die Ursachen

Es ist sehr üblich, dass die Begriffe Infertilität und Sterilität als Synonyme verwendet werden, obwohl es erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Konzepten gibt.

Auf der einen Seite beschreibt Sterilität das Unvermögen der Frau, nach mindestens einem Jahr trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne Verhütung, schwanger zu werden. Infertilität hingegen ist die Unfähigkeit eine Schwangerschaft auszutragen und besteht dann, wenn eine Frau zwar schon einmal schwanger geworden ist, sie aber das Kind nicht lebend austragen konnte.

Obwohl es Unterschiede zwischen den zwei Abläufen gibt, sind die Ursachen für Sterilität und Fertilität einer Frau ähnlich. Beide Erkrankungen können die gleichen Ursachen haben, und häufig geht eine Infertilität in eine Sterilität über. 

Um die bestmögliche Lösung und die exakte Ursache der Infertilität zu finden, sind verschiedene Diagnose-Untersuchungen durchzuführen. Um die bestmögliche Lösung zu finden, muss man nach der exakten Ursache der Infertilität suchen. Eine detaillierte Diagnostik des Problems kann die geeignetste Behandlung zur gewünschten Schwangerschaft bestimmen.

Damit die Schwangerschaft stattfinden kann, müssen alle weiblichen Reproduktionsorgane funktionsfähig sein, sowohl anatomisch als auch aus der Sicht des der Hormonproduktion.

Hier zeigen wir Ihnen die häufigsten Ursachen der Sterilität:

Diagnose-Untersuchungen sind erforderlich, um die Ursachen der Infertilität ermitteln zu können

Menstruationsstörungen: Die Hauptursache der Infertilität bei Frauen

Wenn die Infertilität durch die Vielzahl hormoneller Veränderungen ausgelöst wird, sind in der Regel Menstruationsstörungen vorhanden. Im Allgemeinen dauert ein kompletter Menstruationszyklus zwischen 21 und 35 Tagen, im Durchschnitt 28 Tage. Wenn die Periode für längere Zeit unregelmäßig bleibt, können Fruchtbarkeitsprobleme vermutet werden. Die Hauptprobleme sind:

 

Anovulation

Auch bei Frauen, die einen regelmäßigen Eisprung haben, ist es möglich, dass ein anovulatorischer Zyklus vorkommt. Hier geht es um den fehlenden Eisprung bei fruchtbaren Frauen. Dieses Phänomen kann mit dem Ausbleiben der Menstruation, der sogenannten Amenorrhö, begleitet werden. In einigen Fällen treten Menstruationsblutungen auf, jedoch ist es möglich, dass diese keinen Eisprung aufweisen. Diese Fehlfunktion ist in 20% der Unfruchtbarkeitsfälle die Ursache.

 

Hyperprolaktinämie

Ein normaler Prolaktinspiegel regt in der Schwangerschaft das Wachstum der Brustdrüsen an und ist das verantwortliche Hormon, das den Zyklus und die Milchproduktion beim Stillen steuert. Tritt bei nichtschwangeren Frauen ein hoher Prolaktinspiegel auf, kann er oft zu Zyklusstörungen, zum Ausbleiben der Periode, zu einer milchartigen Absonderung aus der Brust bis hin zum Fehlen des Eisprungs führen. 

Eine Behandlung der Hyperprolaktinämie kann durch Medikamente oder einen chirurgischen Eingriff erfolgen. Doch ein chirurgischer Eingriff ist nur dann möglich, wenn dieses Problem durch einen gutartigen Tumor in der Hypophyse verursacht wird, Makroadenom der Hypophyse.

Der Ultraschall ist sehr nützlich, um die Ursachen der Infertilität anatomischen Charakters zu bestimmen

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)

Das polyzystische Ovarialsyndrom ist eine häufige Erkrankung im Zusammenhang mit einem hormonellen Ungleichgewicht bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Es ist gekennzeichnet durch einen hohen Anteil an Androgenen (männliche Hormone) im Körper der Frau. Die Erkrankung führt zu Problemen, wie Veränderungen des Menstruationszyklus, Zysten an den Eierstöcken und Problemen bei der Schwangerschaft. Die häufigsten Symptome des PCOS sind:

– Unregelmäßiger Menstruationszyklus

– Übermäßiges Wachstum von Gesichts- und Körperhaaren

– Fettige Haut und Akne

– Gewichtszunahme

PCOS betrifft 1 von 10 Frauen und Studien zeigen, dass PCOS genetisch vererbbar ist.

 

Ursachen der Infertilität des Fortpflanzungssystems

Aus anatomischer Sicht kann es mehrere Faktoren geben, die eine normale Schwangerschaft verhindern. Eine korrekte gynäkologische Diagnose für die Feststellung des Problems ist der erste Schritt, um die geeignetste Technik oder Behandlung auszuwählen.

 

Gebärmutterfaktoren

Die Gebärmutter ist ein grundlegendes Fortpflanzungsorgan, so dass Veränderungen in Ihrer Funktion einen direkten Einfluss auf einen Schwangerschaftsablauf haben.  Die wichtigsten Uterusanomalien mit Auswirkungen auf die Infertilität einer Frau sind:

  • Myome: Dies sind gutartige Muskelwucherungen die im Muskelgewebe der Gebärmutterwand wachsen. Sie können eine Veränderung der Regelblutung hervorrufen, die sich negativ auf Ihren Kinderwunsch auswirken kann.  Ein Großteil der Myome verursacht oft keine Schmerzen, jedoch sind sie für Zwischenblutungen verantwortlich.
  • Gebärmutterseptum: Dies sind Gebärmutteranomalien, die in 33% der Fälle, während der Embryonenentwicklung entstehen. Sie können die Gebärmutter im schlimmsten Fall in zwei Hohlräume teilen und sind für Fehlgeburten und Implantationsstörungen verantwortlich.
  • Asherman-Syndrom: Dies bezeichnet ausgeprägte Verwachsungen und Verklebungen im Inneren der Gebärmutter, die in den meisten Fällen nach einem Gebärmuttereingriff auftauchen, wie z. B. nach einer Ausschabung, und kann als Folge einer Infektion durch Tuberkulose oder Bilharziose auftreten.
  • Endometriose: Es handelt sich um eine Krankheit, die in der Gebärmutter entsteht und diese befällt. Doch streng genommen kann man nicht von einem Gebärmutterproblem sprechen, da sich die Gebärmutterschleimhaut, das sogenannte Endometrium, außerhalb der Gebärmutter, in der Beckenhöhle, ablagert. Erhöhte Schmerzen bei der Menstruation oder beim Geschlechtsverkehr können Anzeichen für eine Endometriose sein. Diese Erkrankung stellt einen der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch dar.

 

Dysfunktion der Eileiter

In einigen Fällen ist die weibliche Infertilität auf einen „tubarischen Faktor“ (eine Störung in den Eileitern) zurückzuführen. Sind die Eileiter verklebt oder verschlossen ist der Kontakt auf natürliche Weise zwischen Eizelle und Samenzelle unmöglich. Diese Veränderung wird durch zweierlei Gründe ausgelöst: Obstruktion des Kanals oder Dysfunktion des Epithelgewebes.

Dysfunktion der Eileiter/Eileiterstörungen können durch folgende Ursachen entstehen:

  • Sexuell übertragbare Krankheiten
  • Entzündungen des kleinen Beckens
  • Narbengewebe nach Bauchoperationen
  • Durchbruch des Blinddarms

Obwohl es eine Reihe von verschiedenen Gründen gibt, die Infertilität bei Frauen verursachen, ist es wichtig festzustellen, wo das Problem genau liegt. Auf diese Weise kann man eine effektive Lösung mit einer maßgeschneiderten Behandlung für die assistierte Reproduktion finden.