Eizellenspende

Es gibt verschiedene Gründe warum eine Frau Spendereizellen benötigt. Einer davon ist, dass die Eierstöcke der Frau aufhören reife Eizellen zu produzieren. Der bekannteste Grund ist jedoch die Menopause, die eine Frau zwischen 40 und 50 Jahren erreicht. Es gibt auch Fälle bei denen sich dieses Problem im frühzeitigen Alter ereignet, welches in der Fachsprache als vorzeitige Ovarialinsuffizienz bezeichnet wird. Das bedeutet, dass Frauen mit 30 Jahren in die Menopause eintreten und keine Kinder mehr haben können. Es existieren auch noch andere dramatischere Fälle, wie die Zerstörung der Eierstöcke durch Krebs, usw. Diese Frauen können nur durch eine Eizellenspende eine Schwangerschaft erreichen.

Wer spendet Eizellen?

Genauso wie Blut und Organe gespendet werden gibt es Frauen, die ihre Eizellen in einem freiwilligen, selbstlosen und anonymen Akt spenden. Die Spenderinnen sind junge und gesunde Frauen, die sich über die vorgeschriebenen Gesundheitschecks der spanischen Gesetzgebung hinaus, medizinischen Kontrollenunterzogen haben. Diese Untersuchungen beeinhalten eine gynäkologische und psychologische Untersuchung, einen Chromosomentest, eine Erbgutuntersuchung der Familienangehörigen auf Mukoviszidose oder dem Fragile-X-Syndrom. Außerdem müssen sich die Spenderinnen diversen Analysen unterziehen, um sexuell übertragbare Krankheiten wie AIDS, Hepatitis B und C, usw. ausschließen zu können.

Wann wird diese Behandlung angewandt?
Wie läuft die Behandlung ab?

Die Gründe warum sich eine Patientin einer Eizellenspende unterziehen sollte:

  1. Frauen mit vorzeitiger Ovarialinsuffizienz bzw. einer vorzeitigen Menopause.
  2. Frauen, die nach einer Chemobehandlung  und/oder Strahlentherapie unfruchtbar geworden sind.
  3. Frauen, die mehrfach Eizellen von schlechter Qualität produzieren oder die nicht auf die Hormonverabreichung reagieren, also keine reifen Eizellen produzieren.
  4. Frauen mit wiederholten gescheiterten Fruchtbarkeisbehandlungen der Assistierten Reproduktion.
  5. Frauen, die eine Erbkrankheit in sich tragen, die nicht im Embryo diagnostiziert werden kann.

Bevor der Patientin Embryonen implantiert werden können, muss ihre Gebärmutter zunächst darauf vorbereitet werden. Dafür werden ihr Hormone verordnet, die im Wesentlichen die Phase eines menstrualen Zyklus nachbilden sollen. Wenn die Patientin vorbereitet ist, wird eine Eizellenspenderin mit ähnlichen physischen Charakteristiken ausgewählt.

Wussten Sie, dass...

 
…die Vitrifizierung von Eizellen erlaubt, dass eine Frau ihre Mutterschaft auf später verschieben kann, ohne dabei auf die Verwendung ihrer eigenen Eizellen verzichten zu müssen.