Zusammenfassung des 31. Jahreskongresses der Europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie (ESHRE)

Anfang dieser Woche fand in Lissabon der 31. Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für menschliche Reproduktion und Embryologie (ESHRE) statt. Unser Kollege Juan Carlos Garcia Torón nahm an dieser wichtigen Veranstaltung teil und hat uns eine kurze Zusammenfassung erstellt.

Von den, dem Kongress vorhergegangen, abgehalten Kursen war einer fokussierten auf die Mechanismen und genetischen Marker, die verbunden sind mit der Qualität der Gameten und Embryonen. Dieser handelte unter anderem von den Mechanismen in Gameten und Embryonen die Aneuploidie (zusätzliche oder fehlende Chromosome) induzieren.

Daten über eine sehr interessante Studie über Endometriose und das Risiko während der Schwangerschaft wurden vorgestellt. Die Studie wurde in Schottland an 5.375 Frauen, die wegen Endometriose behandelt werden mussten, und 8.280 Frauen, die nicht an dieser Krankheit leiden, durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Frauen die unter Endometriose leiden, ein erhöhtes Risiko zur Entwicklung von Blutungen während der Schwangerschaft, Frühgeburt und erhöhte Anzahl an Kaiserschnitten haben.

Dr. Marta Devesa von der Universitätsklinikum Chiron-Dexeus in Barcelona, stellt sehr aufschlussreiche Daten über In-vitro-Behandlungen mit patienteneigenen Eizellen, die ein erhöhtes Alter vorweisen, vor. Eine Analyse von Behandlungen von 4.195 Frauen zwischen den Jahren 2000 bis 2012 zeigt, dass Frauen über 44 Jahren die Durchführung eines Zyklus FIVmit ihren eigenen Eizellen abgeraten werden sollte, da ab dieser Altersgruppe, die kumulative Schwangerschaftsrate, in Zyklen mit frischen und eingefrorenen Embryonen, bis auf 1% sinkt. Allerdings wird dieser Rückgang nicht beobachtet, wenn gespendete Eizellen verwendet wurden, was darauf hindeutet, dass das Alter der Eizellen und nicht das Alter der Frau wichtig ist.

Eine weitere interessante Arbeit zeigte, dass ein gesunder Lebensstil, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken und eine reiche Ernährung an Obst und Gemüse, die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen können. In der gleichen Studie stellte man fest, dass Frauen diese Tipps eher ernst nehmen als Männer.

Zum Schluss stach eine Studie hervor, die argumentiert, dass bestimmte Arten von genetischen Mutationen nur negative Auswirkungen haben, wenn sie von den Müttern an die Söhne weitergegeben werden, vor allem diejenigen, die in der mitochondrialen DNA vorhanden sind. Dies könnte erklären, warum Frauen länger leben als Männer.

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